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Zahnwelt für Kinder & Jugendliche

Zahnwissen für Kinder und Jugendliche

Warum haben wir verschiedene Zähne? Wie werden sie richtig sauber? Und welche Snacks mögen Zähne besonders gern? Hier finden Kinder und Jugendliche verständliche Antworten.

Unterwegs in der Region

Zahnwissen kommt auch zu euch.

Gesunde Zähne sind nicht nur in der Praxis ein Thema. Wir engagieren uns auch dort, wo Kinder und Jugendliche gemeinsam lernen und leben.

Als Patenschaftszahnarzt betreuen wir die Kitas in Londorf und Rüddingshausen sowie zwei ortsnahe Wohngruppen. Dabei erklären wir Zahnpflege verständlich, beantworten Fragen und stärken einen sicheren Umgang mit der eigenen Mundgesundheit.

Mehr über unsere Kinder- und Jugendzahnheilkunde
Dein Zahn-Team

Jeder Zahn hat eine Aufgabe.

Ein vollständiges Milchgebiss hat 20 Zähne. Später übernehmen die bleibenden Zähne – Erwachsene können mit Weisheitszähnen bis zu 32 Zähne haben.

01

Schneidezähne

Sie stehen ganz vorn. Ihre flache, scharfe Kante funktioniert ähnlich wie eine kleine Schere und trennt mundgerechte Stücke ab.

  • Wo? Vorn im Ober- und Unterkiefer
  • Wie viele? Acht im Milchgebiss und acht im bleibenden Gebiss
  • Extra-Aufgabe: Sie helfen beim Sprechen und formen viele Laute mit.
02

Eckzähne

Die spitzen Eckzähne sitzen zwischen Schneide- und Backenzähnen. Sie halten Nahrung fest und helfen beim Abreißen.

  • Wo? Je einer rechts und links, oben und unten
  • Wie viele? Vier im Milchgebiss und vier im bleibenden Gebiss
  • Besonderheit: Ihre lange Wurzel gibt ihnen besonders guten Halt.
03

Backenzähne

Ihre breiten Kauflächen besitzen kleine Höcker und Rillen. Damit zerdrücken und zermahlen sie das Essen gründlich.

  • Wo? Hinten im Kiefer, wo besonders kräftig gekaut wird
  • Wie viele? Acht im Milchgebiss; später kommen kleine und große Backenzähne hinzu.
  • Wichtig: Die tiefen Rillen brauchen beim Putzen besondere Aufmerksamkeit.
Milchzähne sind wichtig!

Sie helfen beim Kauen und Sprechen und halten den Platz für die bleibenden Zähne frei. Ihr Zahnschmelz ist dünner – deshalb brauchen sie besonders gute Pflege.

Die KAI-Methode

Drei Buchstaben. Kein Zahn vergessen.

KAI gibt dir eine feste Reihenfolge. Putze langsam und systematisch von Zahn zu Zahn.

K

Kauflächen

Beginne hinten. Bürste die Kauflächen kurz vor und zurück – erst oben, dann unten.

A

Außenflächen

Lege die Zähne locker aufeinander. Male auf jedem Zahn mehrere kleine Kreise und gehe erst danach zum nächsten Zahn weiter. Die Borsten dürfen den Zahnfleischrand sanft berühren.

I

Innenflächen

Zum Schluss innen vom Zahnfleisch zum Zahn bürsten: von Rot nach Weiß.

K
KauflächenKurz vor und zurück
hin ↔ zurück
A
AußenflächenKleine Kreise, Zahn für Zahn
↻ kreisen
I
InnenflächenVom Zahnfleisch zum Zahn
Rot → Weiß
Für Kinder

KAI schafft eine klare Reihenfolge.

Kauflächen vor und zurück, Außenflächen in kleinen Kreisen und Innenflächen von Rot nach Weiß. Erwachsene putzen nach, bis das Kind zuverlässig alle Flächen selbst erreicht.

Für Jugendliche & Erwachsene

Sanft, systematisch und am Zahnfleischrand.

Alle Außen-, Innen- und Kauflächen reinigen. Am Übergang zwischen Zahn und Zahnfleisch die Borsten sanft ansetzen; nicht mit starkem Druck über das weiche Zahnfleisch schrubben. Zahnzwischenräume zusätzlich passend reinigen.

Wird das Zahnfleisch mitgeputzt?

Entscheidend ist der Rand, an dem Zahn und Zahnfleisch zusammentreffen. Dort sollen die Borsten sanft Beläge lösen. Das Zahnfleisch selbst muss nicht kräftig gebürstet werden. Bei anhaltendem Zahnfleischbluten oder Schmerzen sollte die Praxis nach der Ursache schauen.

Für Eltern

Kinder dürfen früh selbst üben. Bis ins Schulalter sollten Bezugspersonen jedoch täglich gründlich nachputzen – häufig wird dies bis zum Ende der zweiten Klasse empfohlen.

Zahnpasta & Fluorid

Die passende Menge zählt.

Fluorid stärkt den Zahnschmelz. Welche Menge passt, hängt vom Alter ab. Individuelle Empfehlungen der Kinder- oder Zahnarztpraxis gehen immer vor.

Erster Zahn bis 2 Jahre

Reiskorngroß

Zweimal täglich Kinderzahnpasta mit 1.000 ppm Fluorid, sofern keine Fluoridtabletten gegeben werden.

2 bis 6 Jahre

Erbsengroß

Zweimal täglich Kinderzahnpasta mit 1.000 ppm Fluorid verwenden.

Ab 6 Jahren

Das Borstenfeld entlang

Zweimal täglich Zahnpasta mit 1.450 ppm Fluorid; häufig eignet sich eine milde Juniorzahnpasta.

Zwischen den Zähnen

Da kommt die Bürste nicht hin.

In den kleinen Verstecken zwischen den Zähnen können Beläge sitzen bleiben. Zahnseide, Zwischenraumbürstchen oder manchmal eine Mundspülung helfen zusätzlich – wenn sie zu deinem Alter und deinen Zähnen passen.

Für enge Zwischenräume

Zahnseide

Zahnseide erreicht die schmalen Kontaktstellen, an die keine Zahnbürste gelangt. Sie wird sanft an einen Zahn gelegt und an seiner Seite auf und ab bewegt.

  1. 1

    Vorsichtig hinein: Mit kleinen Bewegungen durch den Kontaktpunkt gleiten – niemals ruckartig ins Zahnfleisch schnappen lassen.

  2. 2

    Den Zahn umarmen: Die Zahnseide wie ein C an eine Zahnseite legen und langsam auf und ab führen.

  3. 3

    Beide Seiten reinigen: Danach die Zahnseide an den Nachbarzahn legen und die Bewegung wiederholen.

Teamarbeit: Am Anfang helfen Erwachsene. Wir zeigen euch gern, wie es ohne Pieksen funktioniert.

Für größere Zwischenräume

Zwischenraumbürstchen

Das kleine Bürstchen kann bei größeren Lücken oder rund um eine feste Zahnspange besonders praktisch sein. Es muss genau in den Zwischenraum passen.

  1. 1

    Die richtige Größe: Das Bürstchen soll Kontakt haben, aber nicht klemmen oder wehtun.

  2. 2

    Gerade ansetzen: Ohne Kraft vorsichtig in den Zwischenraum führen. Nicht gegen das Zahnfleisch drücken.

  3. 3

    Einmal vor und zurück: Langsam hindurchführen, herausziehen und anschließend unter Wasser reinigen.

Nicht raten: Welche Größe passt, sollte euch das Praxisteam zeigen – besonders bei Zahnspangen.

Nur als Ergänzung

Mundspülung

Eine fluoridhaltige Mundspülung kann ab dem Schulalter bei erhöhtem Kariesrisiko zusätzlichen Schutz geben. Sie ist nur geeignet, wenn du zuverlässig ausspucken kannst.

  1. 1

    Erst nachfragen: Nutze nur ein altersgerechtes Produkt, das Eltern und Praxisteam für dich ausgewählt haben.

  2. 2

    Nach Anleitung spülen: Menge und Spüldauer auf der Verpackung beachten und die Flüssigkeit im Mund bewegen.

  3. 3

    Immer ausspucken: Mundspülung niemals trinken oder schlucken. Für Kinder unter sechs Jahren ist sie nicht geeignet.

Wichtig: Spülen ersetzt weder das Zähneputzen noch das Reinigen der Zahnzwischenräume.

Essen & Trinken

Was Zähne gern mögen.

Nicht nur die Zuckermenge ist wichtig: Häufiges Naschen oder ständiges Nippen gibt den Zähnen immer wieder neue Säureangriffe. Essenspausen helfen dem Speichel bei seiner Schutzarbeit.

WasserGemüseNaturjoghurt
Das freut deine Zähne!
LimoBonbonsSüßes
Lieber selten und mit Pause.
Gute Begleiter
🥒🧀🍞💧
abwechslungsreich · ungesüßt · mit Pausen
Bewusste Ausnahme
🍭🧃🍪🥤
nicht ständig über den Tag verteilt

Prima für jeden Tag

  • Wasser und ungesüßter Tee
  • Frisches Gemüse
  • Vollkorn- und Getreideprodukte
  • Ungesüßte Milchprodukte
  • Abwechslungsreiche Hauptmahlzeiten

Am besten zu Mahlzeiten

  • Obst und Trockenfrüchte
  • Saft und Saftschorlen
  • Säurehaltige Lebensmittel
  • Süße Snacks als bewusste Ausnahme
  • Danach Wasser trinken

Nicht ständig zwischendurch

  • Limonade und Softdrinks
  • Energy- und Sportgetränke
  • Klebrige Süßigkeiten
  • Gezuckerte Tees und Kindergetränke
  • Dauernuckeln an süßen Getränken

Die Häufigkeit macht den Unterschied.

Nach Zucker bilden Bakterien Säuren, die Mineralien aus dem Zahnschmelz lösen. Der Speichel braucht anschließend Zeit, um das Gleichgewicht wiederherzustellen. Viele kleine süße Snacks über den Tag sind deshalb ungünstiger als eine bewusste Naschzeit mit anschließender Pause.

Besuch in der Praxis

Zahnarztbesuche können ganz entspannt sein.

Am schönsten ist der erste Besuch, wenn noch nichts weh tut. So kannst du den Raum, den Stuhl und unser Team in Ruhe kennenlernen.

Fragen sind immer erlaubt.Du darfst ein Pausenzeichen vereinbaren.Wir erklären, bevor wir etwas machen.
Unsere Kinderzahnheilkunde
Playmobil-Zahnarzt behandelt einen kleinen Patienten
Schon gewusst?

Sieben schnelle Zahnfragen.

Danach zum Zahnputz-Spiel
Wie viele Zähne hat ein vollständiges Milchgebiss?+

20 Zähne – zehn oben und zehn unten.

Was bedeutet KAI?+

Kauflächen, Außenflächen und Innenflächen. Diese Reihenfolge hilft, keine Fläche zu vergessen.

Warum braucht man manchmal Zahnseide?+

Eine Zahnbürste erreicht enge Kontaktstellen zwischen den Zähnen nicht gut. Zahnseide kann dort Beläge entfernen – am besten nach einer Erklärung durch das Praxisteam.

Kann Mundspülung das Zähneputzen ersetzen?+

Nein. Sie ist höchstens eine Ergänzung. Zahnbürste, fluoridhaltige Zahnpasta und bei Bedarf die Reinigung der Zahnzwischenräume bleiben wichtig.

Was ist das beste Getränk für Zähne?+

Wasser ist der beste Durstlöscher. Auch ungesüßter Tee ist eine gute Wahl.

Warum sind Milchzähne wichtig?+

Sie helfen beim Kauen und Sprechen und halten Platz für die bleibenden Zähne.

Muss ein Zahnarztbesuch wehtun?+

Nein. Vorsorgetermine dienen gerade dazu, Probleme früh zu erkennen. Bei Sorgen kannst du jederzeit ein Pausenzeichen vereinbaren.

Bereit für die Challenge?

Zeig, wie gründlich du putzen kannst.

Zahnputz-Spiel starten

Die fachlichen Informationen dieser Seite orientieren sich an den Patienteninformationen von KZBV, BZÄK, DGZMK und DG PARO. Die passende Technik kann je nach Alter, Zahnstellung und Zahnfleisch individuell angepasst werden.

Gesunde Kinderzähne ↗Fluoride & Mundspülungen ↗Zahnseide & Zwischenräume ↗Putztechniken der DG PARO ↗
Schau in den Mund!

Wo sitzen Schneide-, Eck- und Backenzähne?

Die Zahnformen sind kein Zufall. Jede Form hilft dir bei einem anderen Teil des Essens. Zusammen zerkleinern sie dein Essen so, dass du es gut schlucken kannst.

Schneidezähne vornEckzähne danebenBackenzähne hinten